Einfach mal ein Haus bauen (lassen).

Das Bürgerengagement zum Erhalt der hießigen Christian Flemes Grundschule in unserer neuen Heimatgemeinde Völksen zeigt erste Ergebnisse - geplant und diskutiert wurde die Schließung der Schule. Aus unserer Sicht völlig konträr zum Zuwachs junger Familien hier im Ort. Allein in unserem Baugebiet entstanden in den letzten fünf Jahren 75 neue Wohungseinheiten, vorwiegend Einfamilienhäuser! Die Schließung der Schule scheint nun vom Tisch zu sein. Es wurde ein Verein für die Interessen der Eltern und Kinder gegründet. Unter dem Namen “KliV - Kinder Leben in Völksen” setzt der Verein sich für den Fortbestand und Ausbau der schulischen und außerschulischen Kinderbetreuung ein. Derzeit läuft ein Spendenaufruf für den Umbau der Mensa. Bislang konnten durch die Spenden der Bürger bereits mehr als 1000 EUR gesammelt werden.

Da wir auch zwei Kinder in den kommenden Jahren hier im Ort in der Schule anmelden wollen, begrüßen wir diese positive Entwicklung sehr und wünschen dem Verein weiterhin gutes Gelingen bei der Vertretung der Bürgerinteressen.

Wir sind nun gute drei Monate im Haus. Seit Anfang des Jahres läuft auch endlich unser Internetanschluss und so langsam komme ich mit dem Aufarbeiten der digitalen Daten (Bilder, Videos etc) hinterher, sodass nun auch der Baublog wieder mal ein Update verdient hat. Lasst euch von dem Wortkunst-Beitrag nicht verwirren - dass ist nur ein Beispiel dafür, wie man Text in der heutigen Zeit auch darstellen kann und welche Probleme dabei im Zusammenhang mit den aktuellen Suchmaschinen entstehen.

Mittlerweile hat sich so einiges getan - wir haben unser erstes Weihnachtsfest im neuen Haus erlebt und die meisten Kisten sind auch verräumt. Wir haben unsere ersten Gäste empfangen und gefühlt vier Möbelstücke / Woche zusammengebaut.

Auch konnten wir unseren ersten Winter im Haus miterleben und direkt beobachten, ob unser Haus der klirrenden Kälte stand hält und wie das Haus unter den Schneemaßen reagiert. Zwischenfazit: Das Haus ist warm und der Schnee konnte uns nichts anhaben, perfekt.

Nach drei Monaten fängt das Haus sich auch an zu setzen und die ersten horizontalen Setzrisse lassen sich im Obergeschoss und im Keller deutlich erkennen. Nichts was uns dieser Tage beunruhigt, das Haus muss schließlich zur Ruhe und seiner endgültigen Lage finden. Besonders im Obergeschoss arbeitet das Dachgebälk und trocknet weiter aus.

Die letzten größeren Arbeiten im Haus sind auch erledigt - so wurden von unserem Maler Herr Fuchs zum Beispiel die noch fehlenden Sockelfliesen in den Räumen befestigt, welche durch unseren eigens organisierten Fliesenleger Herrn Dyck noch fehlten. Zudem sind sämtliche Malerarbeiten nun abgeschlossen.

Jetzt muss es nur noch ein wenig milder draußen werden, sodass die Außenarbeiten (Lüftungseinlässe mit Sturmhauben montieren, Carport, Garten, Terasse, Pflasterung etc) beginnen können.

Aufgrund der kurzen Tage und der fast sonnenfreien ersten Wochen im Jahr, konnte die Photovoltaikanlage noch nicht ihre ganzes Potential entfalten - sobald die Tage wieder länger und wir die Anlage mal 6 Monate in Betrieb haben - gebe ich eine Zwischenbilanz zur Energieversorgung unseres Massivbaus.

S̞̣̩̩̫͙͈̒c̼̤h̩̉̔͛͐ͩ̏ͯa̮̱̲̻̖̹ͪ͆̊̾f̗̻̣̖̪͕̯̎ͯͨͧ͢f̼̟̭̰̺͖̿̑̈̄e͔͕̞̹͕̭͎̊͒ͩͫ̽͟͡͠ ̞͓̲s̘̖͖̔͛̈́ͧͤͧ̈ċ͓͇̟͎̣̮̪̓h͈̜̬̳̳͔̱̠̋̂͆a̮̱̲̻̖̹ͪ͆̊̾f̗̻̣̖̪͕̯̎ͯͨͧ͢f̼̟̭̰̺͖̿̑̈̄e͔͕̞̹͕̭͎̊͒ͩͫ̽͟͡͠ ̰̜̳̥͈̈ͤ̐̓ͪ͂H̗̻̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̣̖̪͕̯̎ͯͨͧ̾ͤͦ͢äu̫͖͒̿̆ͧ̀̔̚s̔̓̿̾̚l͕͓̝ͨ͂ͥ̽ͯ͗̓ͫe͔͕̞̹͕̭͎̊͒ͩͫ̽͟͡͠ ̙͕̫̻̺̃b̼a̮̱̲̻̖̹ͪ͆̊̾u̗͚̙̜̗̦̜ͮͫe͔͕̞̹͕̭͎̊͒ͩͫ̽͟͡͠! - Kunst am Massivbau!

Am 24.10.2012 fand die Hausübergabe statt. Zusammen mit dem Dekra Baugutachter und unserem Bauleiter Herrn Niele von FS Hybridenergiehaus sind wir Raum für Raum durchgegangen und haben nach Mängeln gesucht. Doch Mängel konnten bei der Begehung keine gefunden werden - lediglich ein überschaubare Liste mit Restarbeiten entstand bei diesem Termin.

Alle noch zu erledigenden Restarbeiten sollen bis zum 09.11.2012 verbindlich abgeschlossen sein.

Am 20.03. haben die Erdarbeiten begonnen, am 29.03. wurde der Grundstein gelegt und am 24.10. wurde das Haus mängelfrei übergeben. Eine beachtliche Leistung, wenn man die einzelnen Gewerke so verfolgt hat.

Wir bedanken uns bei unserem Bauträger unserem Bauleiter, seiner Vertretung und den zahlreichen Handwerkern und hoffen auf eine weiterhin mängelfreie Zeit in unserem neu gebauten Massivhaus.

Wir werden weiterhin hier über die Arbeiten an und um das Haus berichten sowie euch verraten, ob das Nullheizkosten-Versprechen von FS, dank Photovoltaik, Erdwärme und Wärmerückgewinnung aufgeht. Leser die gerne bei uns mal vorbeischauen wollen, um sich die Technik anzuschauen - können sich einfach an mich wenden.

Unser Haus ist wie ein Schweizer Käse, das Belüftungskonzept sieht vor, dass es Räume mit Zuluft gibt und Räume in denen die Luft abgesaugt wird. Die Vorteile einer solchen Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung werden auf diesen Seiten sehr schön erläutert.

Ein Nebeneffekt dieser Anlage sind die Löcher neben den Fenstern, welche für den kontrollierten Luftaustausch sorgen. Wenn diese Bohrungen während der Rohbauphase ihren Platz finden ist das völlig ok. In unserem Fall wurde ein Bohrung im Keller vergessen, dafür eine andere im Bad zuviel getätigt - die Anzahl passte also - leider nicht der Raum… Fehler passieren, also wurde das der nicht benötigte Wanddurchlass fachgerecht wieder verschlossen und die noch fehlende Kernbohrung im Keller nachgeholt.

Bei ohrenbetäubendem Lärm fräste sich die wassergekühlte Monster-Bohrmaschine Zentimeter für Zentimeter durch den 35 cm dicken Beton der Kelleraußenwand. Leider zum Leidwesen der bereits geklebten Tapete, die dieser Sauerrei nicht standhalten konnte. Nach ca. 1h war alles erledigt. Das letzte Loch für die Frischluftzufuhr in der Außenhülle unseres Massivhauses fand seinen endgültigen Platz.

Die Arbeiten führte Herr Süzük, ein Verwandter unseres Tiefbau-Unternehmers, aus.

Ganz frisch ist dieser Tage auch unser Wasserzähler eingebaut wurden. Ein 2,5 qn Zähler - ob der für unser Haus zu groß ist, wird sich erst noch auf grund unseres Verbrauchs zeigen. Vor einiger Zeit lief auf RTL ein Bericht, dass für ein Einfamilienhaus auch eine 1,5 qn Wasseruhr ausreichen könnte.

Derzeit sind noch nicht einmal 1m³ Wasser auf der Uhr!

Hier sieht man wieviel Druck auf der Wasserleitung ist. Darunter sieht man den BWT Rückspülfilter (PDF) der das Wasser filtert und vor Unreinheiten schützt. Den sollte man lt. BWT einmal im Monat “rückspülen” bzw. “säubern”. Das wäre neben der Filtermatte aus der Wärmerückgewinnung und den Pollenfiltern in den Belüftungsschächten ein weiterer Sonder-Reinigungsaufwand, der regelmäsig im Haus anfällt.

Inspiriert vom dem witzigen Werbevideo des Lichtstudios mit großem Online-Shop Click Licht haben wir uns entschlossen den Großteil unserer Innen- und Außenleuchten über das Internet zu bestellen.

Nach ca. einer Woche kam die Lieferung der Leuchten bei uns via DPD an - jede Leuchte war sehr großzügig und sicher verpackt und schaffte es ohne kaputt zu gehen bei uns einzutreffen. Das Timing der Lieferung passte auch perfekt, da wir unseren Elektriker diese Woche dazu überreden konnten, uns die Lampen zu montieren. Gerade im Außenbereich hätte die Selbstmontage zu einem erhöhten Aufwand geführt, da uns das passende Werkzeug und die entsprechende Leiter fehlen…

Click-Licht Lampenlieferung - riesige Kartons

Natürlich durften bei der Bestellung ein paar Leuchten vom Leuchtenhersteller Paulmann nicht fehlen - Paulmann ist ein bekannter Leuchtenproduzent der hier im Ort Völksen seine Zentrale betreibt und mehr als 400 Mitarbeiter beschäftigt. Er ist damit hier im Ort der größte Arbeitgeber und prägt den Ort optisch mit seinem blauen, eckigen Firmengebäude.

Gestern Nachmittag wurde unsere Photovoltaikanlage in Betrieb genommen und liefert ab sofort Strom in das deutsche Stromnetz. Unsere 22 240W Module auf dem Dach generierten gestern bis zu 3500W. Mal schauen wie die Anlange sich einpegelt. Gemessen wird die Leistung über den IBC Wechselrichter im Keller.

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Display des Wechselrichters - hier sieht man wieviel Strom produziert wurde.

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IBC Wechselrichter, hier laufen die Kabel vom Dach hinein und wandeln die Gleichstrom (DC - direct current) in Wechselstrom (AC - alternating current) umgewandelt, da das deutsche Hausstromnetz nur mit Wechselstrom läuft.

In Betrieb wurde die Anlage von den Solarspezialisten der Solarmeile Hildesheim aus Alfeld (Leine) genommen, welche auch die direkten Ansprechpartner für unsere PV-Anlage sein werden.

Kurzzeitig kam der Strom für das gesamte Haus nur aus der PV-Anlage und lieferte genug Strom, um die Baulampe und den Kühlschrank (mehr war zu der Zeit nicht angeschlossen) mit Strom zu versorgen. Ein cooles Gefühl, autark zu sein:

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Baulampe leuchtet nur mit Sonnenenergie

Unsere weißen Innentüren sind letzte Woche samt Türzargen eingebaut wurden. Der Einbau dauerte zwei Tage und wurde von einem Tischler durchgeführt. Der Einbau verlief reibungslos. Bis auf eine Zarge und der dazugehörigen Tür in unserem Abstellkämmerchen sind alle Türen samt Drückergarnituren montiert worden. Die noch nachzuliefernde Tür kommt vorraussichtlich in den kommenden vier Wochen. Etwas unpräzisise diese Angabe wie wir finden - allerdings ist es auch nur die Tür zur Abstellkammer im OG.

Innentüren aus Holz in weiß, OG mit Drückergarnitur

Unser einzige Innentür mit Glasausschnitt (satiniert), welche zusätzliches Tageslicht in den Dielenbereich im OG bringen soll.

Bad-Innentür mit schlüsselloser Verriegelung von Innen.

Nachdem die Zargen nun eingebaut sind, können auch die Sockelleisten angearbeitet werden. Zudem müssen die Zargen noch abgedichtet werden. Dazu könnte man Acryl oder ein Quetschband verwenden.

Für dieses Jahr haben wir die Erdarbeiten im Außenbereich rund um das Haus ersteinmal beendet. Das Gelände um das Haus wurde entsprechend modelliert und aufgefüllt, der Untergrund für die Pflasterung und die Terrasse sind hergestellt. Jetzt kommt man mit trockenem Fuß ins Haus. Im kommenden Frühjahr, wenn es das Wetter zulässt werden die Pflasterarbeiten wieder aufgegriffen.

Verbaut wurden:

  • Sand für den Terrassenuntergrund
  • Mineralgemisch für Terrasse und Einfahrt
  • Erde vom Grundstück zum Höhenausgleich
  • Mutterboden als abschließende Bodendecke im Gartenbereich
  • 3 große Winkelstützen
  • 22m - Betonstützelemente
  • 50m - Bordstein
  • eine Ladung Weserkiesel
  • jede Menge Beton für die Fundamente der Betonelemente
  • Splitt für den Untergrund der Pflastersteine

Spritzschutzkante mit Kieselsteinen aus der Weser

Pflasterung mit anthrazitfarbenen Schaumburger Citypflaster aus dem Betonwerk AHE in der Nähe von Mellendorf

In den kommenden Tagen werde ich Gras aussähen - in der Hoffung, dass wir Glück mit dem Wetter haben und der Rasen das aufkommende Unkraut (Melden und anders Kraut) in Schach hält und die Kinder nicht im Dreck spielen müssen :)